In einer knappen Abstimmung hat der US-Senat Kash Patel als Direktor des FBI bestätigt. Patel gilt als loyaler Unterstützer von Donald Trump, der ihn für das Amt zuvor vorgeschlagen hatte. Mehrere US-Nachrichtenagenturen berichteten über die Bestätigung durch den Senat.
Laut Reuters votierten die Senatsmitglieder mit 51 zu 49 Stimmen. Zwei Republikanerinnen stimmten zusammen mit den Demokraten gegen die Ernennung Patels, dennoch setzten sich die Befürworter durch.
Patel war während Trumps erster Amtszeit als nationaler Sicherheitsberater für den Republikaner tätig. Er war im Zuge der Ermittlungen eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses zum Sturm auf das US-Kapitol im Januar 2021 befragt worden. Die Angreifer der Machtzentrale hatte er immer wieder öffentlich verteidigt.
Trump kritisierte das FBI immer wieder
Der 44-jährige Hardliner kündigte an, die Ermittlungsbehörde grundlegend ändern zu wollen. So solle das FBI etwa wieder verstärkt zu seinen Kernaufgaben wie der Verbrechensbekämpfung zurückkehren. Vor seiner Nominierung durch Trump hatte Patel zudem gesagt, er wolle gegen die Gegner des US-Präsidenten innerhalb der Regierung und in den Medien vorgehen. Die Demokraten hatten die Besetzung durch Patel wegen seiner mangelnden Erfahrung kritisiert.
Patel ersetzt den bisherigen FBI-Chef Christopher Wray. Trump hatte diesen immer wieder scharf kritisiert. Wray war ursprünglich im August 2017 von Trump ins Amt gehoben worden und hätte das FBI regulär noch mindestens bis 2027 geleitet.

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