Tulsi Gabbard über Trumps „America First“-Politik und sein Engagement für den Frieden 4. November 2025
IISS Manama Dialog 2025:
Hochrangiges Gespräch
Die Notwendigkeit der Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit
Zur Eröffnung der Debatte beim diesjährigen IISS Manama Dialogue tauschten sich der nationale Sicherheitsberater Bahrains, Seine Hoheit Generalleutnant Scheich Nasser bin Hamad Al Khalifa, und die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes der Vereinigten Staaten, Tulsi Gabbard, über ihre Ansichten zu den regionalen Sicherheitsentwicklungen sowie über die Fortschritte und das Potenzial des 2023 von den Vereinigten Staaten und Bahrain unterzeichneten Abkommens über umfassende Sicherheitsintegration und Wohlstand (C-SIPA) aus.
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Tulsi Gabbard - Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes der USA
"Vielen Dank, verehrte Gäste, Exzellenzen, Freunde und Mitstreiter im Kampf für den Frieden. Es ist mir eine Ehre, heute Abend hier bei Ihnen zu sein.
Eure Hoheit, vielen Dank für Ihre herzliche Gastfreundschaft und dafür, dass Sie uns so freundlich empfangen und diese wichtige Veranstaltung für mich und mein Team ausgerichtet haben.
Vielen Dank, dass Sie erneut einen so herausragenden Dialog ermöglicht haben. Es ist mir eine Ehre, zu Ihnen hier im Königreich Bahrain in dieser entscheidenden Zeit der Weltgeschichte sprechen zu dürfen.
Während wir hier zusammenkommen, wird uns bewusst, dass wahre Sicherheit, wahre Stabilität und Frieden nicht in Isolation entstehen können, sondern nur im gemeinsamen Wirken von Friedensstiftern, die auf dieses gemeinsame Ziel hinarbeiten.
Heute möchte ich offen für mich selbst als Veteranin und Soldatin sprechen, die aus erster Hand den hohen Preis des Krieges erfahren hat. Als jemand, der unter Präsident Trump dient, habe ich das Versprechen des Friedens erfahren.
Seine Vision zielt darauf ab, echte Erfolge nicht nur für Amerika, sondern für unser gemeinsames Ziel des Friedens und des Wohlstands zu erzielen, und zwar durch einen prinzipienfesten Realismus, der auf gemeinsamen Zielen, Interessen und Werten basiert.
Die alte Denkweise Washingtons gehört hoffentlich der Vergangenheit an und hat uns viel zu lange zurückgehalten. Jahrzehntelang steckte unsere Außenpolitik in einem kontraproduktiven und endlosen Kreislauf von Regimewechsel und Nationbuilding fest.
Es war ein Einheitsansatz, der darauf abzielte, Regime zu stürzen, anderen unser Regierungssystem aufzuzwingen, in kaum verstandene Konflikte einzugreifen und am Ende mehr Feinde als Verbündete zu haben.
Die Folgen waren: Billionen ausgegeben, unzählige Menschenleben verloren und in vielen Fällen größere Sicherheitsbedrohungen sowie der Aufstieg islamistischer Terrorgruppen wie des IS.
Präsident Trump wurde vom amerikanischen Volk gewählt, um dem ein Ende zu setzen. Und vom ersten Tag an hat er einen ganz anderen Weg der Außenpolitik beschritten. Einen pragmatischen, lösungsorientierten, sehr realistischen Ansatz, der sich auf den Schutz der amerikanischen Sicherheit und des amerikanischen Wohlstands konzentriert und gleichzeitig die Welt auf sinnvolle Weise einbezieht.
Während seiner ersten Amtszeit vermittelte der Präsident die Abraham-Abkommen. Dieser historische Pakt zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und Sudan entstand aus der konsequenten Ausrichtung auf gemeinsame Interessen, wirtschaftlichen Wohlstand, Terrorismusbekämpfung und technologische Innovation.
Diese Länder, die einander jahrzehntelang – vielleicht zeitweise mit gemischten Gefühlen – beäugt hatten, fanden eine gemeinsame Basis in Handelsrouten, Joint Ventures und einem gemeinsamen Interesse an regionaler und globaler Stabilität.
Wir haben Präsident Trump und Vizepräsident Vance erst letzte Woche über ihre Hoffnung sprechen hören, dass die Abraham-Abkommen weiter wachsen und sich ausdehnen werden, um eine echte, dauerhafte regionale Stabilität und Frieden zu ermöglichen.
So sieht die „America First“-Politik von Präsident Trump in der Praxis aus: Friedensaufbau durch Diplomatie, im Verständnis, dass es ohne Frieden keinen Wohlstand geben kann.
Präsident Trump hat die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel abgebaut.
Durch direkte Gespräche während seiner ersten Amtszeit öffnete er die Kommunikationswege zu Nordkorea, die seit Generationen eingefroren waren.
Er tat, was kein anderer Präsident zuvor bereit war zu tun:
Er suchte direkt das Gespräch über Frieden. Er stellte die amerikanische Führungsrolle im Ausland wieder her.
Er vermittelte die wirtschaftliche Normalisierung zwischen Serbien und Kosovo und förderte so Stabilität und Frieden auf dem Balkan.
Und nun, nur neun Monate nach Beginn seiner zweiten Amtszeit, verstärkt Präsident Trumps „America First“-Agenda diese Bemühungen und sichert Frieden in einem Ausmaß, wie wir es seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt haben.
Er erreichte Waffenstillstände zwischen Indien und Pakistan, Israel und Iran.
Ein Friedensabkommen zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo.
Ein Friedensabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan sowie Kambodscha und Thailand.
Ein abgewendeter Konflikt zwischen Ägypten und Äthiopien um den Großen Äthiopischen Renaissance-Staudamm.
- Er verhandelte die Freilassung aller lebenden Geiseln der Hamas.
Während der fragile und historische Waffenstillstand und der Friedensplan voranschreiten, geschieht dies mit der maßgeblichen Unterstützung vieler unserer Partner hier im Raum.
Was verbindet all dies?
Eine einfache und revolutionäre Idee: Gemeinsame Interessen verfolgen. Win-Win-Lösungen finden, wo sie zusammenpassen, und erkennen, dass es zwar Unterschiede geben wird, wir diese aber überwinden werden.
Präsident Trump versteht, dass nicht jeder unsere Werte oder unser Regierungssystem teilt, und das ist in Ordnung.
Am wichtigsten ist es, die Gemeinsamkeiten zu finden, Partnerschaften aufzubauen und auf diesen Gemeinsamkeiten Fortschritte zu erzielen.
Dazu gehören Energieunabhängigkeit, die die globalen Märkte stabilisiert, die Bekämpfung des Terrorismus, der in verschiedenen Teilen der Welt weiter zunimmt, und die Stärkung von Handelspartnerschaften, um Wirtschaftswachstum und Innovation anzukurbeln. Dies sind die Bausteine, der Kitt dauerhafter Partnerschaften und Freundschaften.
„America First“ bedeutet also nicht, uns zu isolieren, wie Präsident Trump gezeigt hat.
Es geht darum, direkte Diplomatie zu betreiben, bereit zu sein, Gespräche zu führen, die andere nicht führen wollen, und den Weg zu finden, auf dem unsere gemeinsamen souveränen Interessen übereinstimmen.
Und genau deshalb sind wir heute hier in Manama versammelt. Wir können uns selbst zu diesem Weg bekennen und ihn in die Tat umsetzen.
Dass Bahrains Führung Jahr für Jahr diese wichtigen Dialoge ausrichtet, zeigt uns den Weg, Nationen aus aller Welt zusammenzubringen, gemeinsame Interessen zu verdeutlichen und Partnerschaften und Kommunikationswege zu stärken, die es uns ermöglichen, unsere Differenzen beizulegen und Ergebnisse für unsere jeweiligen Völker zu erzielen.
Unter Präsident Trump sind die Vereinigten Staaten Ihr Partner bei der Umsetzung dieser Vision – als Vermittler, der sich dem Frieden verpflichtet hat.
Und gemeinsam freuen wir uns darauf, diesen Weg zum Frieden fortzusetzen, Kriege zu beenden, die zu viele Generationen geprägt haben, Wohlstand für Millionen zu schaffen und die Zukunft eines Nahen Ostens zu unterstützen, in dem Sicherheit eine Folge von Zusammenarbeit und nicht ein Preis von Konflikten ist.
Vielen Dank. Gott segne Sie. Gott segne das Streben nach Frieden."
Fragen und Antworten
Dr. Bastian Giegerich - Generaldirektor und Geschäftsführer, IISS:
"Direktorin Gabard, Sie sprachen über Frieden durch Diplomatie, auch im Dienste des Wohlstands, und vielleicht ist das ein guter Einstieg in unser Gespräch.Und ich wollte Sie beide bitten, etwas über C-SIPA zu sprechen, das umfassende Sicherheitsintegrations- und Wohlstandsabkommen, das zwischen Ihren beiden Nationen im Jahr 2023 unterzeichnet wurde, kurz nachdem die Region in Turbulenzen geraten war.
Man könnte sagen, dass dies der Fortbestand der Vision ist, die in diesem Abkommen verankert wurde. Daher frage ich mich, ob ich Sie bitten darf, uns etwas darüber zu erzählen, wie Sie mit der Umsetzung fortfahren und welche Botschaft das C-SIPA -Abkommen an andere Länder sendet, die ihre Kooperationsrahmen aufbauen wollen.
Vielleicht, Eure Hoheit, wenn ich Sie bitten darf, beginnen Sie. "
Seine Hoheit Generalleutnant Scheich Nasser Bin Hamad Al Khalifa -
Nationaler Sicherheitsberater; Kommandeur der königlichen Garde, Verteidigungskräfte Bahrains
Die C-SIPA ist ein neuer Rahmen, an dem wir seit der Unterzeichnung eines bilateralen Abkommens mit den Vereinigten Staaten arbeiten, und wir sind sehr stolz darauf. Sie entstand unmittelbar nach der Unterzeichnung des Abraham-Abkommens. Sie knüpft also an die Bemühungen des Abraham-Abkommens an.
Jedes neue Rahmenwerk muss institutionalisiert werden, und wir haben unsererseits hochrangige Treffen in Washington und Manama auf höchstmöglicher Ebene abgehalten. Ich persönlich leite die Verteidigungsarbeitsgruppe (DWG), daher bezeichne ich sie als DWG.
Wir haben das C-SIPA in drei verschiedene Sektoren unterteilt:
die Verteidigungsarbeitsgruppe, die Artikel 2 umsetzt,
die Abteilung für Wissenschaft und Technologie
und die Abteilung für Wirtschaft und Handel.
Deshalb betrachten wir das C-SIPA als umfassendes Abkommen, nicht nur als Verteidigungsabkommen. Unmittelbar nach Unterzeichnung des Abkommens kam es zu regionalen Unruhen. Das bedeutet, dass es nicht nur eine Verpflichtung der Vereinigten Staaten ist, sondern auch eine Verpflichtung von Bahrain, wo wir uns sofort der Operation Prosperity Guardian angeschlossen haben, und wir sind bei Ihnen und werden immer mit den Vereinigten Staaten sein. "
Tulsi Gabbard
"Vielen Dank, Eure Hoheit. Ja. Sie wissen ja, dass dieses Abkommen genau das ist, was Präsident Trump bei der Ausarbeitung der Abraham-Abkommen im Sinn hatte.
Bahrain ist da offensichtlich ein Partner und arbeitet sehr schnell an der Ausführung und diese Ideale in die Tat umzusetzen. Und so, offensichtlich unter Präsident Trumps Führung, auf allen Ebenen schreiten wir sehr schnell voran, bei der Umsetzung des Abkommens, das unter der letzten Regierung unterzeichnet wurde, um sicherzustellen, dass diese Verbindungen nicht nur zwischen Ansprechpartnern innerhalb der Regierung hergestellt werden, sondern ich denke, auch die Privatwirtschaft auf amerikanischer Seite einbezogen wird, die sehr daran interessiert ist, sich zu engagieren und, Innovationen und Lösungen einzubringen, die dies in etwas verwandeln können, das in der Lage ist, konkrete Ergebnisse zu liefern.
Also, wir sind sehr zufrieden darüber und über die bereits erzielten Fortschritte. Es besteht unglaubliches Potenzial insbesondere aufgrund unserer jetzigen Situation, mit der Hoffnung auf eine neue Dynamik hier in der Region, die auf Frieden und Stabilität ausgerichtet ist."
Dr. Bastian Giegerich
"Eure Hoheit, zum Thema Fortschritte:
- Welche Höhepunkte der C-SIPA -Umsetzung sehen Sie besonders?
- Wo würden Sie sich weitere Fortschritte wünschen?
- Wo können wir schneller vorankommen?
Und wenn ich Sie bitten darf, auf die Mobilisierung der Region im Juni zur Abwehr eines iranischen Raketenangriffs einzugehen:
- Welche Rolle spielte die C-SIPA bei der Verteidigung und dem Schutz des Königreichs Bahrain?"
Seine Hoheit Generalleutnant Scheich Nasser Bin Hamad Al Khalifa -
"Ja, sie hat unsere strategischen Prioritäten maßgeblich vorangebracht.
Dank der Vereinigten Staaten konnten wir die Integration der F16-Block-Systeme beschleunigen und unsere Luftstreitkräfte und Interoperabilität stärken.
Das ist etwas, das wir sehr schätzen, ebenso wie die Patriot-Raketensysteme, die sogar vor dem geplanten Termin geliefert wurden.
Wir haben vor einem Jahr um diese Zeit, während der IISS-Konferenz, mit der Nationalen Geodatenagentur ein Abkommen unterzeichnet.
Dies betrifft nicht nur den Verteidigungsbereich, sondern bietet auch zahlreiche Vorteile im zivilen Sektor.
Morgen unterzeichnen wir gemeinsam mit der DWG ein trilaterales Abkommen mit den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich und werden es, so Gott will, morgen bekannt geben.
Sie werden ab morgen, so Gott will, im Rahmen dieses trilateralen Abkommens eine gemeinsame Erklärung hören.
Das C-SIPA ist also weder bilateral noch trilateral, sondern multilateral.
Es ist nicht regional.
Ich sehe es so, dass es seit dem Kalten Krieg eine veraltete Sicherheitsstruktur gibt, wenn ich das so sagen darf.
Betrachten Sie das C-SIPA heute auf globaler Ebene. Man kann damit kreativ umgehen und viele Dinge ausgleichen. Und ich denke, wir haben davon profitiert und unsere Bemühungen mit den Vereinigten Staaten integriert.
Wir werden auch die Weiterentwicklung des C-SIPA und neue Möglichkeiten sehen und hoffentlich werden neue Staaten dem multilateralen Abkommen beitreten, so Gott will."
Dr. Bastian Giegerich
"Wunderbar. Vielen Dank.
Direktorin Gabbard, die US Administration haben beiderseitige Sicherheitsabkommen Priorität eingeräumt, und Katar hat kürzlich durch eine Exekutivanordnung eine Sicherheitszusage erhalten. Saudi-Arabien strebt Berichten zufolge ein Sicherheitsabkommen mit den Vereinigten Staaten an.
Was sagt uns das also über die Rolle der USA, die Sicherheitsrolle am Golf, und was bedeutet das für die globale Haltung der USA, diese Vereinbarungen?"
Tulsi Gabbard
"Wissen Sie, der Präsident hat sich offensichtlich sehr auf den Aufbau dieser Wirtschaftspartnerschaften konzentriert.
Wie Eure Hoheit sehr eloquent gesagt haben, kann man keines dieser Dinge isoliert betrachten, denn letztendlich sind sie alle miteinander verbunden.
Der Präsident hat erkannt, wie man daraus Kapital schlagen kann, aber auch, dass die Beziehungen der Vereinigten Staaten zu verschiedenen Ländern in bestimmten Fällen möglicherweise anders gestaltet werden müssen.
Wie Sie an seinem direkten Engagement gesehen haben, hat seine erste Reise in den Nahen Osten kurz nach seinem Amtsantritt wirklich großartige Ergebnisse erzielt. Die Investition in diese Beziehungen von Anfang an hat es ihm ermöglicht, sowohl während des 12 Tage Krieges mit dem Iran als auch beim Waffenstillstand und Friedensabkommen mit Israel und der Hamas Freunde und Partner zusammenzubringen, um auf diese gemeinsamen Interessen hinzuarbeiten.
Der Weg, der vor uns liegt, wird nicht einfach sein oder leicht sein, aber der Präsident ist fest entschlossen, diesen Weg zu gehen, da er den direkten Zusammenhang zwischen Frieden und Wohlstand erkennt und mit jedem unserer Partner und Freunde individuell zusammenarbeitet, um die jeweiligen Herausforderungen und Chancen zu erkennen und zu verstehen."
Dr. Bastian Giegerich
"Sie beide erwähnten, dass C-SIPA offensichtlich über Verteidigungs- und Militärangelegenheiten hinausgeht.
Eure Hoheit, darf ich Sie bitten, etwas über die anderen Vorteile dieses Abkommens in nicht-sicherheitsrelevanten Bereichen zu sprechen, etwa über Wissenschaft und Technologie? Was sticht für Sie besonders hervor?"
Seine Hoheit Generalleutnant Scheich Nasser Bin Hamad Al Khalifa
"Nun, zunächst einmal zu C-SIPA. Lassen wir die Abkürzungen beiseite, es steht für umfassende Sicherheit, Integration, Wohlstand und Abkommen.
Wir haben C-SIPA so konzipiert, dass es ein Motor für Wohlstand und Innovation wird und nicht nur eine militärische Angelegenheit ist.
Ja, es gibt auch viele Vorteile außerhalb des Sicherheitsbereichs.
Während des Besuchs Seiner Königlichen Hoheit des Kronprinzen in Washington wurde ein milliardenschweres Abkommen unterzeichnet. Dank C-SIPA haben wir es mit den Vereinigten Staaten im Energiesektor geschlossen.
Wir waren eines der ersten Länder, die das Abkommen unterzeichnet haben, und dank Ihnen, Tulsi, und Ihrer Regierung,und im Bereich der SMRs (kleine Reaktormodule) und der Kernenergie haben wir Abkommen unterzeichnet auch in den Bereichen Cybersicherheit, Geodaten und Raumfahrtindustrie.
Wir sehen also, dass uns alle Möglichkeiten offenstehen, und wir versuchen, kreativ zu werden mit dem, was wir auf dem Tisch haben.
Wir arbeiten eng mit den USA zusammen und maximieren unsere bilateralen Beziehungen.
Wir führen auch weiterhin Gespräche mit den USA und den verschiedenen Branchen zwischen beiden Ländern."
Dr. Bastian Giegerich
"Direktorin Gabbard, die Nachrichtendienste sind offensichtlich ein zentraler Bestandteil der Sicherheitskooperation.
Könnten Sie etwas zu Ihren Erwartungen, den amerikanischen Erwartungen an Partner in diesem Bereich, sagen? Was bildet die Grundlage für eine verlässliche nachrichtendienstliche Zusammenarbeit? Was sind die USA bereit, in diese Beziehungen einzubringen? Die USA verfügen über einzigartige Ressourcen und Fähigkeiten. Könnten Sie erläutern, wie Sie diesen Aspekt der Sicherheitskooperation sehen?
Tulsi Gabbard
"Gerne.
Ich möchte in diesem Zusammenhang nicht näher auf die nachrichtendienstlichen Fähigkeiten eingehen. Die Beziehungen sind wirklich der Schlüssel.
Und deshalb schätze ich es so sehr und bin dankbar, hier zu sein, denn es ist unsere Fähigkeit,
diese oft langjährigen Freundschaften und Partnerschaften aufzubauen und sicherzustellen, dass diese Kommunikationswege offen sind, nicht nur um gute Nachrichten auszutauschen, sondern vor allem, wenn wir auf schwierige Zeiten stoßen oder eine Krise bewältigen müssen, wo Offenheit und ein klares Aussprechen der Wahrheit erforderlich sind, damit wir sicher durch diese Zeit navigieren und Ergebnisse erzielen können.
Ich verweise erneut auf die jüngsten Beispiele, die Präsident Trump im Umgang mit dem Iran angeführt hat.
Dies erforderte viele Gespräche mit unseren Partnern in der Region und einen sehr offenen Dialog darüber, was geschah und welche Bedrohung es zu bewältigen galt, und welche Ergebnisse letztendlich erzielt wurden.
Dasselbe gilt für den Umgang mit der Hamas. Dies hätte kein einzelnes Land allein schaffen können.
Wir befinden uns in einem bahnbrechenden und historischen Moment, in dem Präsident Trump die Führung übernimmt und mit Menschen zusammenarbeitet, die zu seinen guten Freunden geworden sind.
Ich glaube, manche Leute denken, nur weil man befreundet ist, muss man in allem übereinstimmen. Das stimmt nicht.
Jeder Staatschef denkt in erster Linie daran, was für seine souveränen Interessen und sein Volk am besten ist.
Präsident Trump tut dies jeden Tag und er weiß, dass es für das amerikanische Volk am besten ist, wenn wir diese Probleme gemeinsam angehen und lösen können.
Aus meiner Sicht, und in meiner Rolle als Direktor des Nationalen Nachrichtendienstes, ist es natürlich meine Aufgabe, sicherzustellen, dass wir enge Verbindungen zu unseren Freunden und Partnern in dieser Region und weltweit pflegen und den Präsidenten bestmöglich informieren, damit er weiterhin erfolgreich Frieden und Stabilität erreichen kann."
Dr. Bastian Giegerich
"Darf ich Ihnen beiden noch eine letzte Frage stellen? Direktor Gabbard, beginnen Sie bitte.
Ich überlasse Seiner Hoheit dann das letzte Wort.
Angesichts der Dringlichkeit und der Instabilität – es ist ein sehr dynamisches Umfeld – spüren Sie unsere Bemühungen um eine sicherheitspolitische Zusammenarbeit in der Region?
Halten sie mit dieser Nachfrage und diesem Umfeld Schritt?
Was meinen Sie?"
Tulsi Gabbard
Ich tue das. Ich denke, als Präsident Trump sein Amt zum ersten Mal antrat, und auch zum zweiten Mal, legte er sofort los. Er verschwendete keine Zeit, und was sehr ermutigend und, wie ich finde, spannend und hoffnungsvoll ist, ist, wie viele der führenden Politiker dieser Länder bestrebt waren, sich zu engagieren und nicht nur mitzuhalten, sondern wirklich neue Möglichkeiten zu finden, die bisher unerforscht waren, oder Gespräche zu führen, die wir jetzt führen können, um schwierige Probleme anzugehen, die in der Vergangenheit vielleicht tabu waren, oder Gespräche, die man für unnötig hielt, weil die Aufgabe unmöglich schien.
Ich denke, Präsident Trump hat wirklich gezeigt, dass wir uns keine defätistische Haltung leisten können.
Wenn wir uns dem Frieden wirklich verpflichtet fühlen, wie wir behaupten, müssen wir bereit sein, die Dinge zu tun, die andere in der Vergangenheit nicht tun wollten, um die Ergebnisse zu erzielen, die in der Vergangenheit nicht erzielt werden konnten."
Dr. Bastian Giegerich
"Vielen Dank.
Eure Hoheit"
Seine Hoheit Generalleutnant Scheich Nasser Bin Hamad Al Khalifa
"Ich stimme Ihnen zu, Tulsi, und tatsächlich wächst das Gefühl der Dringlichkeit.
In Bahrain ist die Notwendigkeit klar, aber was wir jetzt weltweit brauchen, ist, die Entwicklung voranzutreiben, um mit dem Tempo, das vor uns liegt, Schritt halten zu können. Und zwar sowohl im konventionellen als auch im Cyber- und hybriden Bereich.
Es droht eine unmittelbare Gefahr, die wir beobachten, aber wir müssen auch mit dem Tempo mithalten.
Und ich möchte meine Worte, die ich mit C-Sipa begonnen habe, noch einmal bekräftigen: Ich denke, dieser Rahmen verschafft uns einen entscheidenden Vorteil gegenüber der zunehmenden globalen Bedrohungslage."
Dr. Bastian Giegerich
"Vielen Dank. Darf ich Sie alle bitten, unseren beiden fantastischen Rednern zu danken? Vielen Dank. Was für ein großartiger Auftakt zu unserem 21. IISS Monamat Dialog! Vielen Dank. Ich hoffe, Sie genießen Ihr Abendessen."
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